Für ein besseres Leben Slums abschaffen

Ein Artikel in der TAZ am 16. November 2020 hat in Kolumbien ein Vorzeigeprojekt beschrieben. Dort wurde aus einem Elendsviertel eine schöne Siedlung gepflastert mit schönen Häusern, Kanalisation, Strom, Sportplätzen, Kulturräumen, eben wie wir alle Leben wollen. Es ist ein deutsches erfolgreiches Entwicklungsprojekt, welches ca. 20% der Kosten beisteuerte. Pro Familie mussten ca. Euro 20000,- investiert werden.

Hier geht’s zum Projektbericht der KfW

Nun konfrontieren Obdachlose und Flüchtlinge aus Venuzuela die Bevölkerung. Sie wollen am Leben teilhaben und es müssten eigentlich die ganzen Elendsviertel verschwinden und auch die Armut. Das ist Aufgabe der Regierungen und die Mittel selber bereitgestellt werden.

Weil deutsche Partner beteiligt waren, wurde das Projekt ernst genommen. Einige Konflikte mit Einheimischen konnten leichter gelöst werden.

Deswegen kann auch Tourismus helfen. Andere Ansichten helfen das eigene Verhalten zu reflektieren. Etwas von aussen kann innerliche Kräfte freisetzen. Doch schlussendlich muss die Tourismusarbeit in Kolumbien erfolgen und dort die Möglichkeiten vorhanden sein, dass in Hotels und Restaurants investiert wird.

Bartergeschäft Kaffee gegen LKW

Als ich 1992 nach Russland gekommen bin, hat es nur Instantkaffee von Nestlé gegeben. Den Russen, Kaffeeliebhabern wollte ich mehr Auswahl bieten. Von meiner Radtour hatte ich noch Cafeteros als Kontakte. Ich lebte in Tatarstan, dort befindet sich das Kamas Werk, einst einer der grössten LKW Werke der Welt. Eine ganze Grossstadt Nabereshne Tschelny, früher Breschnew, wurde mit dem LKW Werk in Rekordzeit errichtet.

Ich hatte die Idee russischen Geschäftsleuten vorgestellt und relativ rasch hatte ich eine Option auf 1000 LKW, die noch nicht ausgeliefert waren. Jetzt fehlte die kolumbianische Seite, das Interesse dort, nicht sonderlich hoch. US-Dollar sind besser als LKW. Irgendwann die Entscheidung, dass die Totalkosten zu hoch sind, schlussendlich sind die Kamas LKW auch Spritfressser gewesen.

Aber es hat auch Fehler bei mir gegeben, ich hatte alles schriftlich organisiert, es gab keine Treffen. In Kolumbien fehlte der Cafetero, der für die Idee sich wirklich eingesetzt hatte. Das Werk Kamas besteht heute noch, allerdings mit kleiner Produktion und durchaus modernen Produkten, weil einige westliche Firmen hier investierten.