Zu Gast bei Juan Pablo im Qinti Quetzal

Die Region Huila ist das Epizentrum des besten Kaffees und verbirgt tief in seinen grünen Hügeln eines der faszinierendsten archäologischen Geheimnisse der Welt. Besonders die prähistorischen Steinfiguren in San Agustín ziehen ihre Besucher in ihren Bann; sie alle führen durch eine unvergesslich mysteriöse Zeitreise. 

Auch säumen die Figuren wunderbare kleine Wanderwege, die immer wieder bleibende Eindrücke garantieren. Jeder spürt, dass schon der wundervolle Ausstrahlung vermittelnde Ort San Agustin selbst ein einladendes Kleinod ist.

Überdies liegt hier das kleine, charmante Hotel Qinti Quetzal. Dieses Juwel führt Juan Pablo, der eine inspirierende Geschichte mitbringt: Nach Jahren in den USA kehrte er in seine Heimat zurück. Sein hohes Ziel? Tourismus sowie den biologischen Kaffeeanbau in Huila zu fördern und bereichern.

Mit beachtlicher Leidenschaft führt Juan Pablo das Hotel. Morgens zaubert er ein fantastisches Frühstück. Seine Gäste reisen stets begeistert ab. Und Juan Pablo gestaltet jeden Aufenthalt in den Bergen von Huila rundum heimelig und zugewandt.

Allabendlich mischt er auf Wunsch feine Drinks mit den herrlichen Früchten der Region. Zudem finden sich überall Dorfrestaurants mit leckerem Essen. Juan Pablo übergab mir seine WhatsApp Nummer. Gerne vermittle ich diese weiter.

Er plant einen erneuten Besuch in der Schweiz. Denn sein Ziel ist es, den Vertrieb des hervorragenden kolumbianischen Kaffees voranzubringen.

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Kolumbiens Schmetterlinge, Die Melodie eines zarten Aromas.



Avianca, ein Pionier der Luftfahrt

Die Ursprünge von Avianca gehen auf jene deutschen Piloten zurück, die vorerst einen Frachtverkehr und später einen Personenverkehr aufbauten. Man schrieb das Jahr 1919, als die Sociedad Colombo Alemana de Transporte Aéreo (SCADTA) gegründet wurde und ihren Flugverkehr mittels Junkers Flugzeugen aufnahm.

Es war eine Meisterleistung, wie es die Gesellschaft schaffte, wiederholt neue und innovative Ziele zu erreichen. Anfangs landeten die Flugzeuge vermehrt auf Wasser. Flughäfen im heutigen Sinne folgten später. Viele Ziele in der Karibik wurden nun von den Flughäfen in Cartagena und Barranquilla angesteuert, und boten so eine wichtige Verbindung zu den Inseln und Küstenregionen der Karibik. Aus Sociedad Colombo Alemana de Transporte Aéreo (SCADTA) wurde die Gesellschaft Avianca. Barranquilla fungiert weiterhin als formaler Sitz von Avianca, während die zentralen Verwaltungsgeschäfte in Bogotá abgewickelt werden.

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Die Gesellschaft hat sich positiv entwickelt und ein internationales Streckennetz aufbauen können. Sie konnte ein umfangreiches internationales Streckennetz in Nord- und Südamerika sowie in Europa (und früher auch in Asien) aufbauen. Trotz finanzieller Herausforderungen und Insolvenzen (z.B. Chapter 11-Verfahren) erholte sie sich stets und behauptete ihre Position als bedeutende lateinamerikanische Fluggesellschaft.

Ein amerikanischer Einfluss auf Avianca entstand durch Pan American World Airways (Pan Am) in den späten 1930ern und 1940ern. Angesichts wachsender US-Bedenken wegen des deutschen Einflusses bei SCADTA (Aviancas Vorgängerin) vor dem Zweiten Weltkrieg übte die US-Regierung Druck aus, was 1940 zur Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung durch Pan Am führte. Dieser US-Einfluss war erheblich und zielte auf die Kontrolle. Dennoch setzte Avianca ihre internationale Expansion nach 1940 fort und erweiterte sogar ihre Routen in der Region.

Auch die damaligen deutschen Mitarbeitenden waren bei Avianca nur noch ungern gesehen; im Zuge des Drucks der US-Regierung vor dem Zweiten Weltkrieg wurden sie 1940 sogar entlassen. Aus diesem Grund ist heute nur noch wenig von der ursprünglichen deutschen Verwurzelung der Airline zu spüren.

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Dieser Beitrag ist nach einem Gespräch mit Jörg Knapp aus Nürnberg entstanden und durch einige Recherchen im Internet geprüft worden. Im folgenden Link finden Sie die Geschichte von Avianca mit der Entstehungsgeschichte besagter Flughäfen.

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Die Illustration rechts unterhalb ist von «vilmosvr» und auf «freepik» entnommen sowie zusätzlich selbst bearbeitet.




Für ein besseres Leben Slums abschaffen

Ein Artikel in der TAZ vom 16. November 2020 beschreibt ein Vorzeigeprojekt in Kolumbien. In diesem wurde aus einem Elendsviertel eine schöne Siedlung mit hübschen Häusern, Kanalisation, Strom, Sportplätzen, Kulturräumen gepflastert: ein solches Dörfchen eben, worin wir alle gern Leben würden. Dieses deutsche, erfolgreiche Entwicklungsprojekt steuerte ca. 20 Prozent aller Kosten dafür bei. In jede Familie musste insgesamt ca. 20000 Euro investiert werden.

Hier entlang zum Projektbericht der KfW;

Nun konfrontieren Obdachlose und Flüchtlinge aus Venezuela die Bevölkerung Kolumbiens mit ihrem Leid. Sie möchten ebenso am Leben teilhaben, und dazu müssten eigentlich alle Elendsviertel und auch die Armut verschwinden. Das wäre Aufgabe der Regierungen beider Länder, sie sollten auch die entsprechenden Mittel dafür bereitstellen.

Nur weil am Projekt deutsche Partner beteiligt waren, wurde ihr Anliegen erst richtig ernst genommen. Auch einige Konflikte zwischen Einheimischen und Geflüchteten sowie zwischen Einheimischen selbst konnten durch dessen Durchführung leichter gelöst werden.

Hier könnte auch der Tourismus wahre Unterstützung bieten! Denn verschiedene Ansichten und Blickwinkel könnten dabei helfen, eigene Verhaltensweisen positiv zu reflektieren. Neue Anreize könnten innere Kräfte inspirieren und freisetzen. Besonders aber würden dadurch Kolumbiens Dienstleistungen in der Reisebranche besser realisiert werden können. Auch jene dortigen Möglichkeiten würden sich dadurch erweitern können, um in Hotels und Restaurants zu investieren.

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Bartergeschäft – Kaffee gegen LKWs

Als ich 1992 Russland erreicht hatte, hatte es dort nur Instantkaffee von Nestlé gegeben. Den Russen, diesen Kaffeeliebhabern, mochte ich daher mehr Auswahl bieten. Aufgrund meiner Radtour in Kolumbien pflegte ich noch Kontakte mit Cafeteros. Ich lebte damals in Tatarstan, dort, wo sich auch das Kamas Werk befindet, einst eines der weltweit grössten LKW-Werke. Eine ganze Grossstadt, Nabereshne Tschelny, früher Breschnew, wurde in Rekordzeit mittels LKWs dieses Werkes errichtet.

Ich konnte russischen Geschäftsleuten eine Idee von mir vorstellen. Relativ bald erhielt ich eine Option auf 1000 LKWs, die noch nicht ausgeliefert waren, gegen eine bestimmte Menge von kolumbianischem Kaffee austauschen zu lassen. Nun fehlte nur noch das Einverständnis der kolumbianischen Seite. Dessen Interesse daran zeigte sich allerdings nicht sonderlich hoch. In Kolumbien sah man es schliesslich auch als besser an, US-Dollar durch Geschäfte zu erhalten als LKWs aus Russland. Irgendwann fiel auch die Entscheidung: die Totalkosten wären zu hoch ausgefallen, dies vor allem anhand dessen, dass die Kamas-LKWs Spritfresser sind.

Es war auch mein Versäumnis, hatte ich doch alles lediglich schriftlich, also ohne ein Treffen, organisiert. In Kolumbien fehlten ausserdem jegliche Cafetero, die sich mit Herzblut für meine Idee eingesetzt hätten. Das Werk Kamas besteht heute noch, allerdings in Form eines kleinen Produktionsbetriebs aber mit durchaus modernen Produkten. Einige westliche Firmen investierten auch darin.

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