Kaffeereisen nach Palestina

Auf der Suche nach Cafeteros haben wir Palestina in der Provinz Caldos in Kolumbien entdeckt. Dorthin führte uns ein Bericht über die Familie Gonzales, die sich für Kaffeetourismus. Die wunderschöne Landschaft als Gegenpol zu den vielen Betonwänden in den grösseren Städten. Den Artikel hier zum Lesen

Wir haben nach der Adresse der Kaffeefarm von La Mina gesucht.

Beim Google Kartendienst haben wir das Casa Chute gefunden. Es ist eine wunderbare Anlage, um dort schöne Ferien. Beide Reiseziele können sich ergänzen. Jetzt freuen wir uns auf Antwort mit weiteren Informationen. Die Webseite ist wunderbar gemacht.

Casa Chute
+57 310 287 4797
casachute@gmail.com
cafechute.com

Karibische Träume

San Andrés, Providencia und Santa Catalin sind schöne Ziele, die in der Karibik liegen und zu Kolumbien gehören. Vor allem die Karibik hat es Kolumbus angetan, es folgten die Piraten und die wohl schönsten Inseln liegen vor der Küste Kolumbien.

Es ist ein Paradies, dass sich lohnt zu entdecken. Die Karibik ist ein kleines Meer mit vielen Ländern, die alle versuchen zu überleben, als Steuerparadies oder Touristenparadies. Wir schauen auf das Touristenparadies, die traumhaften Strände, die lebensfrohen Menschen. Taucher können sich an wunderschönen Korallen erfreuen.

Und dann die Musik am Abend. Karibische Sonnenuntergänge, ein Paradies. Das Herz wird aufblühen, wenn Sie als Tourist die kolumbianische Karibik entdecken.

Ein Reiseprogramm dazu:

Reiseprogramm Karibik

Lassen wir Sie in Ruhe

Melquiades sagte bei seiner Ankunft in Macondo. Es ist ein Fantasiename für ein Dorf in Kolumbien. Hier ist der einzige Platz, den Tod zu stoppen. Wir sind Zeugen einer Welt von unergründlichen Regenwald.

Die Natur im Amazonas fordert und bietet gleichzeitig ein schönes Erlebnis. Berge ragen wie Monolithe aus dem Regenwald. 1000 Flüsse durchqueren das Gebiet und füllen die Wolken. Im kolumbianischen Regenwald leben seit vielen Generationen Menschen mit der Natur. 

Wir mit unserer Technologie zerstören womöglich den Planeten und denken den Ureinwohnern zu helfen, wenn wir die Früchte unserer Zivilisation bringen. 

Genau das sind Grenzen, die wir im Tourismus beachten müssen. In Kolumbien gibt es viele Initiativen, die Tourismus wollen. Doch haben wir auch den Mut gewisse Regionen zu belassen.

Das grüne El Dorado

Kolumbien hat im Süden eine lange Grenze mit Brasilien. Dort ist der herrliche Regenwald des Amazonas. Eines Tages wird es mehr wert sein, als alles Gold der Welt. Was sucht ein Mensch am Ende? Eine friedliche Natur. 

Im Regenwald entspringen viele Flüsse, die für den südamerikanischen Kontinent lebenswichtig sind. Wie z.B. der Putomayo Fluss, der sich in den Amazonas ergiesst. Er bildet auch die Grenzen im Amazonasgebiet. Er entspringt wie viele Flüsse an der Ostseite der Anden. Nach einigen Kilometern bildet er die Grenze mit Ecuador, später mit Peru, der Fluss kehrt nach Kolumbien zurück und erreicht schliesslich Brasilien. 

Für den Transport ist der Fluss sehr wichtig und dennoch ist er touristisch unbekannt. Der Putomayo hat viele Gesichter, er wird durch viele Flüsse gespeist, immer mächtiger und breiter. Vieh und Kautschuk werden auf Flussschiffen transportiert. 

Wir wissen nicht, ob Passagiere mitgenommen werden. Das könnte abgeklärt werden. Es wäre eine Reise für Menschen, die das Goldland El Dorada im Regenwald suchen. Zumindest gibt es durch die Flussbefahrung bereits “Strukturen”.

Rafting mit FARC Rebellen

Die kolumbianische Regierung konnte mit der FARC, die einen jahrzehntelange Bürgerkrieg führten, ein Friedensabkommen vereinbaren. Die Waffen wurden niedergelegt und es ist eine wichtige Aufgabe den ehemaligen Rebellen Arbeit zu geben.

Tourismus ist eine gute Chance. Marcela, eine kolumbianische Künstlerin, die in Nürnberg wirkt, erzählte mir darüber. «Stephan, die Leute müssen einen Lebensinhalt haben, Tourismus wird ihnen gut tun».

In der Zeit habe ich einen Artikel entdeckt, eine Autorin ist mit ehemaligen Rebellen in ein Schlauchboot gestiegen, hier der Artikel

Zeit: FARC Kämpfer für Tourismus

Es ist eine Reise, wo Reisende Menschen begegnen, die eine neue Zukunft sich aufbauen wollen. Touristen sollten die Chancen nutzen.

Die Webseite zur Buchung
caguanexpeditions.co

Avianca, ein Pionier der Luftfahrt

Die Ursprünge von Avianca gehen auf deutsche Piloten zurück, die zuerst einen Frachtverkehr und später einen Personenverkehr aufgebaut hatten. Es ist 1919 gewesen, als die Sociedad Colombo Alemana de Transporte Aéreo (SCADTA) gegründet wurde und den Flugverkehr mit Junkers Flugzeugen aufgenommen hatte.

Es ist eine Meisterleistung gewesen, wie es die Gesellschaft schaffte, immer neue Ziele zu erreichen. Anfangs wurde sehr auf dem Wasser gelandet. die Flughäfen im heutigen Sinne folgten später. Viele Ziele in der Karibik wurden von den Flughäfen in Cartagena und Barranquilla angesteuert. In Barranquilla ist heute noch der Sitz von Avianca, die Verwaltung sitzt allerdings in der Hauptstadt Bogota

Die Gesellschaft hat sich gut entwickelt und ein internationales Streckennetz aufbauen. Doch sie mussten sich den Amerikanern fügen und viele Ziele in der Karibik aufgeben. Auch die deutschen Mitarbeiter waren nicht gerne gesehen und so ist heute nur noch wenig von der deutschen Verwurzelung zu spüren.

Der Beitrag ist nach einem Gespräch mit Jörg Knapp aus Nürnberg entstanden und mit einigen kurzen Recherchen im Internet geprüft. Das ist die Suche nach der Geschichte von Avianca und den Flughäfen entstanden. Quellen zu Sanktionen der Amerikaner habe ich nicht entdeckt, halte diese für wahrscheinlich.

Wie sollen NGOs wirken?

Das NGO Vivamos mejor (besser leben) ist in Kolumbien mit einigen Projekten aktiv. Einerseits ist das sehr löblich, andererseits eine Einmischung in das Land. Für die reichen Länder eine Selbstverständlichkeit, dass wir sagen, wo es lang geht? Oder etwa nicht?
Projekte in Kolumbien

Kolumbien ist ein vom Bürgerkrieg geschütteltes Land. Viele Menschen sind geflohen und die jetzige Regierung ist im Sinne Versöhnung verbesserungswürdig. Doch wie stellen wir das an, ohne zu bevormunden.

In viele NGOs fliessen Gelder der staatlichen Entwicklungshilfe. Die Hoffnung ist da, dass die NGOs einen besseren Zugang zur Basis finden. Das stimmt sicherlich, doch die Entscheidungen werden von den Geldgebern getroffen.

Überall wird Transparenz gepredigt. Doch nur wenige Organisationen vermitteln öffentlich, wer die Spender sind. Hat eine Frau Nadine Vasella, die im Stiftungsrat sitzt, etwas mit dem Pharmamulti Novartis zu tun? Warum sitzen im Stiftungsrat keine Vertreter aus Lateinamerika? Wie darf eine Organisation aus den Nehmerländern gestaltet werden? Oder sehen sich die reichen Länder nur als Geber nach dem Motto wer zahlt, befiehlt?

Ich bin dankbar für Hilfsorganisationen, aber kein grosser Freund von Stiftungen. Die dienen oft Familienvermögen den staatlichen Steuern zu entziehen. Den Beitrag habe ich an die Organisation Vivamos mejor mitgeteilt, selbstverständlich ändere ich diesen mit neuen Erkenntnissen gerne ab.

Surfer und ihr Gästehaus

Aus der Zeitung habe ich von einer Rückkehrerin aus Kolumbien gelesen. Sie lebt nun wieder in der Schweiz, ist eine begeisterte Surferin, konnte ihren Hobby frönen. Dafür hatte sie hart arbeiten müssen, von 6-22 Uhr, ein paar Pausen für das Meer und genügend Zeit für die Kinderbetreuung blieben dennoch.

Die Zeit in Kolumbien beschreibt wunderbar ein Artikel, den ich auf Pinterest gefunden habe. Vielleicht erkennen Sie das Hotel wieder oder sind dort schon mal gewesen, da freut uns ihre Rückmeldung. Auch, falls Sie noch was ergänzen möchten.

Artikel über Surfer und ihr Hostel in Kolumbien

Ein ehemaliger Berufskollege von ihr hat in der Nachbarschaft ein Boutique Hotel gegründet. Das Hotel ist oft ausgebucht. Wegen der Pandemie hat der Besitzer eine Stelle in der Schweiz angenommen. Wo er wohl lieber lebt? Den Artikel hat er uns zur Verfügung gestellt.

Für ein besseres Leben Slums abschaffen

Ein Artikel in der TAZ am 16. November 2020 hat in Kolumbien ein Vorzeigeprojekt beschrieben. Dort wurde aus einem Elendsviertel eine schöne Siedlung gepflastert mit schönen Häusern, Kanalisation, Strom, Sportplätzen, Kulturräumen, eben wie wir alle Leben wollen. Es ist ein deutsches erfolgreiches Entwicklungsprojekt, welches ca. 20% der Kosten beisteuerte. Pro Familie mussten ca. Euro 20000,- investiert werden.

Hier geht’s zum Projektbericht der KfW

Nun konfrontieren Obdachlose und Flüchtlinge aus Venuzuela die Bevölkerung. Sie wollen am Leben teilhaben und es müssten eigentlich die ganzen Elendsviertel verschwinden und auch die Armut. Das ist Aufgabe der Regierungen und die Mittel selber bereitgestellt werden.

Weil deutsche Partner beteiligt waren, wurde das Projekt ernst genommen. Einige Konflikte mit Einheimischen konnten leichter gelöst werden.

Deswegen kann auch Tourismus helfen. Andere Ansichten helfen das eigene Verhalten zu reflektieren. Etwas von aussen kann innerliche Kräfte freisetzen. Doch schlussendlich muss die Tourismusarbeit in Kolumbien erfolgen und dort die Möglichkeiten vorhanden sein, dass in Hotels und Restaurants investiert wird.

Bartergeschäft Kaffee gegen LKW

Als ich 1992 nach Russland gekommen bin, hat es nur Instantkaffee von Nestlé gegeben. Den Russen, Kaffeeliebhabern wollte ich mehr Auswahl bieten. Von meiner Radtour hatte ich noch Cafeteros als Kontakte. Ich lebte in Tatarstan, dort befindet sich das Kamas Werk, einst einer der grössten LKW Werke der Welt. Eine ganze Grossstadt Nabereshne Tschelny, früher Breschnew, wurde mit dem LKW Werk in Rekordzeit errichtet.

Ich hatte die Idee russischen Geschäftsleuten vorgestellt und relativ rasch hatte ich eine Option auf 1000 LKW, die noch nicht ausgeliefert waren. Jetzt fehlte die kolumbianische Seite, das Interesse dort, nicht sonderlich hoch. US-Dollar sind besser als LKW. Irgendwann die Entscheidung, dass die Totalkosten zu hoch sind, schlussendlich sind die Kamas LKW auch Spritfressser gewesen.

Aber es hat auch Fehler bei mir gegeben, ich hatte alles schriftlich organisiert, es gab keine Treffen. In Kolumbien fehlte der Cafetero, der für die Idee sich wirklich eingesetzt hatte. Das Werk Kamas besteht heute noch, allerdings mit kleiner Produktion und durchaus modernen Produkten, weil einige westliche Firmen hier investierten.